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Thema: Ein "Trottel" holt 2,1 Mio. Gewinn nicht ab.

  1. #1
    Vasco Gast

    Standard Ein "Trottel" holt 2,1 Mio. Gewinn nicht ab.

    "Lottogewinner gesucht - 2,1 Millionen Euro nicht abgeholt
    aktualisiert am 10.07.2010, 11:24 Uhr

    Unglaublich, aber wahr: 2,1 Millionen Euro warten seit Januar noch immer auf ihren Lotto-Gewinner aus dem Allgäu (Kempten - Autor). Heute läuft für den Unbekannten die Frist von 26 Wochen ab, seine Millionen wandern dann in den Topf für Sonderauslosungen. Auch Insider können sich kaum an einen vergleichbaren Fall erinnern, bei dem solch ein Gewinn nicht abgeholt wurde.
    Der Glückspilz hatte im Januar bei der Glücksspirale gewonnen. Er hatte vier Lotto-Tippfelder ausgefüllt und zusätzlich die Spiele Super 6, Spiel 77 und Glücksspirale angekreuzt und elf Euro bezahlt. Da die Losnummer mit den Gewinnzahlen für die Glücksspirale übereinstimmte, hätte er entweder die gesamte Gewinnsumme einstreichen oder sich für eine monatliche Sofortrente von 7500 Euro entscheiden können."
    (Quelle: t-online.de)
    Soweit so gut, jetzt die Vorgeschichte. 2009 feierte die Glücksspirale ihren "40sten". Am 14 und 21.11.2009 gab es diesbezüglich eine Sonderauslosung: 66 "Gölfe" und ein Haus mit Grundstück. Vor dieser Sonderauslosung stellen wir bei der Glücksspirale folgende Umsätze fest (4 Wochen):
    4,261 Mio. €
    4,282 Mio. €
    4,548 Mio. € + 1 x 2,1 Mio. € Gewinn
    4,338 Mio. € + 1 x 2,1 Mio. € Gewinn (4,357 Mio. im Schnitt)
    Ab 14.11. bis Ende des Jahres:
    14.11.09.: 5,556 Mio. €
    21.11.09.: 5,222 Mio. € + 2,1 Mio. € Gewinn
    28.11.09.: 4,443 Mio. €
    05.12.09.: 5,373 Mio. €
    12.12.09.: 5,013 Mio. €
    19.12.09.: 4,753 Mio. €
    26.12.09.: 4,767 Mio. € - das ergibt einen Mehrumsatz von über 4,6 Mio. €.

    Ich gehe davon aus, dass Lotto mit diesem Ergebnis sehr zufrieden war. Das Fazit könnte ungefähr so lauten: Mann, dieses Jubiläum war wirklich schön. So würdevoll und vor allem gewinnbringend. Das müssen wir unbedingt nochmal wiederholen! Aber wie? Bis wir von den nicht abgeholten Kleingewinnen 2 Mio. € zusammen kriegen dauert es 5 Jahre oder noch länger.
    Und siehe da! Einige Tage später, am 9.01.2010 löste sich dieses Problemchen "ganz von alleine" auf. Es bleibt nur anzumerken: Die Gewinnzahlen der Glücksspirale werden in Bayern, in München ermittelt.

    Also, wenn überhaupt, dann würde ich den angeblichen "Trottel" keinesfalls in Kempten vermuten oder suchen.

    Grüß Gott - Youreck

  2. #2
    Vasco Gast

    Standard

    Für 10,25 € (Plus Bearbeitungsgebühr) ist es Lotto Bayern eine bestialisch clevere Werbeaktion gelungen für die eine anständige Firma mehrere Hunderttausend Euro bezahlen müsste.

    Alle Medien – Internet, Presse, Radio, Videotext waren voll gestopft mit diesem Schwachsinn und auch die investigative Sendung "Brisant" berichtete darüber. Jetzt weiß die ganze Welt Bescheid: In Deutschland gibt es Spielscheine mit denen man nicht nur Lotto, Spiel77, Super6 spielen kann, sondern auch die Lotterie "Glücksspirale". Eine Lotterie die 5,25 € je Los kostet und von den 5,25 € ganze 1,97€ als Gewinne ausgeschüttet werden.


    ...wollte ich nur ergänzend hinzufügen.

  3. #3
    totoloto Gast

    Standard

    Vielleicht sitzt er tot in seiner Wohung vor dem Fernseher, weil er durch die 2,1 Millionen einen Herzinfark gekriegt hat.

  4. #4
    joblack Gast

    Standard

    Es ist viel wahrscheinlicher das er/sie den Schein vorher schon weggeschmissen hat und sich vor Zorn selbst aufgeknöpft hat .

  5. #5
    Vasco Gast

    Standard

    (FOCUS-ONLINE) Mittwoch 15.09.2010, 19:10
    Eine Münchnerin hat bei der Glücksspirale mit einem Los gleich zwei Mal den Höchstgewinn kassiert.
    Die 45-jährige Angestellte gewann am Samstag zwei Mal die lebenslange monatliche Sofortrente von mindestens 7500 Euro oder als Barbetrag zwei Mal je 2,1 Million Euro, insgesamt also 4,2 Millionen Euro, wie die Staatliche Lotterieverwaltung Bayern mitteilte. Mit ein und demselben Los habe sie den Doppelgewinn in der höchsten Gewinnklasse erzielt – ein Kuriosum, das es so bei der Glücksspirale noch nicht gegeben habe.

    „Letzten Mittwoch war ich in der Annahmestelle, um Lotto zu spielen. Darum ging es mir hauptsächlich. An der Glücksspirale wollte ich eigentlich gar nicht teilnehmen“, sagte die Münchnerin laut Mitteilung Lotto Bayern. „Dass ich es dann doch gemacht habe, ist reiner Zufall. Und dass ich denselben Schein ein zweites Mal am Samstag gespielt habe, verdanke ich schlichtweg meiner Faulheit. Ich wollte einfach nichts Neues ausfüllen.“

    (Quelle: FOCUS-ONLINE)

    ...Mitte vierzig, angestellt und faul?

    Diese Beschreibung passt irgendwie auf fast jede/n Mitarbeiter/in von Lotto Bayern!

    Und ein Kuriosum in Bayern?!!! Durch den Kometen-Einschlag 500 v. Chr. - nahe Chiemsee, wurden Fauna und Flora dieser Region nachhaltig beeinträchtigt, also vieles, was uns auf den ersten Blick als kurios oder schwachsinnig zu scheinen vermag, ist in Bayern vööööööllig normal.

  6. #6
    Vasco Gast

    Standard

    Zurück zur Glücksspirale. Zuerst 3 Hauptgewinne innerhalb von 4 Wochen zum 40sten Geburtstag der Lotterie, die nur Gutes tut, dann die nicht abgeholten 2 100 000 € im Januar in Kempten, noch ein Hauptgewinn von 2,1 Mio. € in Münster - rechtzeitig zur Einführung der neuen Lottoscheine in NRW und zum Schluss ein "Doppel" von 4,2 Mio. € in der Hölle des bayerischen "Löwen" in Munich.

    Ergänzend dazu: Offensichtlich schrieb die Staatliche Lotterieverwaltung Bayern eine ganze Serie von Pressemeldungen, die lückenlos und mit steigender Spannung diese hanebüchene Geschichte dokumentieren soll. Beim "merkur-online" finden wir den Auftakt, als bereits "getroffen" wurde, aber man wusste "angeblich" noch nicht von wem, Zitat: "... Offenbar hatte der Spieler bei der Mittwochs-Lotto-Ziehung Pech und gab den Schein aus Bequemlichkeit am Samstag nochmals ab. „Vielleicht hat aber auch seine Partnerin nicht gewusst, dass er schon gespielt hat“, so der Sprecher." -Zitat Ende.

    ISA-GUIDE.de fügt hinzu, Zitat: "Da der Schein am Mittwoch im Hinblick auf die Teilnahme an der GlücksSpirale für den darauffolgenden Samstag vordatiert war und am Samstag erneut in derselben Lotto-Annahmestelle in München gespielt wurde, liegt die Vermutung nahe, dass es sich um denselben Spielteilnehmer handelt. Für seinen Spielschein hatte der Unbekannte jeweils 6,75 Euro eingesetzt. Die Spielteilnahme erfolgte anonym, also ohne Kundenkarte." - Zitat Ende.

    Abschließend die Auflösung des Rätsels mit dem professionellen Statement dieser "Glückspilzin" – Zitat:

    " Die Option auf die zweimalige lebenslange monatliche Sofortrente, die in ihrem Fall sogar je 8245 Euro betragen hätte, will sie nicht ergreifen. “Mir ist das Bargeld lieber, weil ich mir endlich eine eigene Wohnung kaufen kann. Außerdem ein neues Auto, Klamotten und Schuhe. Ich bin überglücklich!“ - Zitat Ende.
    (Quelle: merkur-online.de)

    Ich bin auch überglücklich. Nun wissen wir alles. Diese erfahrene Glücksspielerin spielte am Mittwoch hauptsächlich Lotto - ganze ZWEI Reihen für je 75 Cent und aus purem Zufall kein Spiel77 oder Super6, sondern die Glücksspirale für 500 Cent bzw. 5 €. Und weil am Mittwoch ganz unerwartet nichts getroffen wurde, lief sie nochmals in die Lottoannahmestelle, um erneut hauptsächlich ZWEI Lottoreihen zu spielen. Für das gewonnene Geld will sie sich eine Wohnung, ein Auto, Schuhe und Klamotten kaufen. Also ungefähr eine halbe Million von 4,2 Mio. € darf sie doch behalten.

    Mir persönlich fehlen bei dieser "Aussage" zwei Sachen: Dankesworte an die bayerische Landesregierung, die CSU und Lotto Bayern, die die Teilnahme an dieser fantastischen Lotterie möglich machen bzw. diese mit größter Sorgfalt und Seriosität veranstalten, sowie ein Appell an alle Bürgerinnen und Bürger unserer Republik bei der Glücksspirale unbedingt regelmäßig mitzumachen. Dann wäre die primitivste Anmache, über die ich jemals gestolpert bin, perfekt.

    Wenn irgendwo eine Lotto-Erfolgs-Story auftaucht wird dies sofort von WestLotto übernommen und für Werbezwecke genutzt. Diesmal hat man kein müdes Wörtchen über diese konstruierten Geschichten aus München berichtet. Wahrscheinlich ist man in Münster auch davon überzeugt, dass der Realitätsverlust und Größenwahn bei der Staatlichen Lotterieverwaltung Bayern einen Punkt erreicht hat, ab dem man mit Nachplappern solcher Fantasien Kunden eher verlieren würde.

    Es bleibt noch eine Frage offen: Wie viele Lottospieler in Bayern laufen jetzt mit ein und demselben Lottoschein 4-5mal die Woche in die Lottoannahmestelle, um das gerade erwähnte Ereignis zu übertreffen und 4-5 lebenslange und vererbbare Sofortrenten zu kassieren?

    "Mir san mir" – hat eine viel tiefere Bedeutung als sich mancher vorstellen kann und Einstein war sich tatsächlich nicht sicher, ob auch das Universum unendlich ist!

    Und die Staatsanwaltschaft München? Sie ist da und...nix mit "und". Sie ist einfach nur da.

  7. #7
    Vasco Gast

    Standard

    ACHTUNG, ACHTUNG!!! ÜBERRASCHUNG, ÜBERRASCHUNG!!!

    Es gibt einen weiteren "Trottel" in diesem Jahr, der einen Hauptgewinn erzielte und sich nicht meldet, um ihn abzuholen. Diesmal handelt es sich um den Lotto-Jackpot vom Mittwoch den 22.09.2010 und die Summe von 8,4 Millionen €!!! Im Großraum Kölln-Bonn wurde der Spielschein abgegeben, also einen Katzensprung von Mainz oder Wiesbaden entfernt.

    Ich hoffe, dass uns diesmal ein Happy End von Lotto präsentiert wird. Schließlich verspricht WestLotto in einem der Werbeslogans nicht mehr und nicht weniger als:

    "WIR LASSEN SIE MIT IHREM GLÜCK NICHT ALLEINE!"

    Also WestLotto – ihr Märchenerzähler, versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen.

    (Natürlich wäre so was nicht passiert, wenn diese/r Spieler/in den Schein bei Tipp24, via Internet - sicher und unkompliziert, gespielt hätte!)

  8. #8
    joblack Gast

    Standard

    Hey Vasco wie wäre es wenn Du Nachweise bringst. Dass jemand zu faul ist den Schein noch mal auszufüllen kann durchaus sein. Manche sind so verplant und bezahlen dann doppelt - warum auch nicht?

    Im übrigen ist es sinnvoller sich das Geld gleich auszahlen zu lassen. Es ist meiner Ansicht nach eher zweifelhalft dass der Euro in 10 Jahren noch in der Form weiterbesteht. Im übrigen muss man die Sofortrente mit dem Ertragsanteil versteuern (was nicht so optimal ist).

  9. #9
    Vasco Gast

    Standard

    "In diesem Jahr wurden insgesamt Gewinne von rund 6,340 Millionen Euro bei den staatlichen Lottounternehmen nicht abgeholt.

    Bei Lotto und Toto waren es circa 3,865 Millionen Euro, rund 2,475 Millionen Euro entfielen auf die Glücksspirale.

    Den höchsten Gewinn, nämlich 3,5 Millionen Euro, hatte ein Tipper aus Bayern nicht abgeholt. Der Gewinn fiel im Sommer an und ist mittlerweile verfallen. Bei der Glücksspirale blieb ein Spitzengewinn in Höhe von 2,1 Millionen Euro als Sofortrente liegen."
    (Quelle: ShortNews 24.12.10. 14.09 Uhr)

    Wir nehmen diese sensationelle Pressemeldung von Lotto am besten genauer unter die Lupe.

    Die Summe der nicht abgeholten Lottogewinne (3,865 Mio. €) ohne den Jackpot vom 7.8.2010 mit 3,488 Mio. €, beläuft sich auf 377 T €. Und dieser Betrag setzt sich zusammen aus nicht abgeholten Gewinnen vom Lottospiel 6aus49, Spiel77, der Zusatzlotterie Super6, Auswahlwette 6aus45 und 13-Fußballwette. Es ist also nicht verkehrt anzunehmen, dass beim Lottospiel 6aus49 alleine, eine Summe von ca. 300T € von den Kunden vergessen wurde. Jetzt schauen wir uns an, wie sich die durchschnittlichen Werte für Chancen und Quoten beim Lotto 6aus49 verteilen, um den Überblick über die Mengen der einzelner Gewinne in jeweiliger Gewinnklasse zu bekommen:

    Gewinnklasse1 – 1x....................5.243.931,00 € = 5.243.931,0 €
    Gewinnklasse2 – 9x.......................466.127,20 € = 4.195.144,8 €
    Gewinnklasse3 – 60x.......................43.699,43 € = 2.621.965,5 €
    Gewinnklasse4 – 2.520x....................2.705,20 € = 6.817.110,3 €
    Gewinnklasse5 – 6.300x.......................166,47 € = 1.048.786,2 €
    Gewinnklasse6 – 129.150x.....................40,60 € = 5.243.931,0 €
    Gewinnklasse7 – 172.200x.....................24,36 € = 4.195.144,8 €
    Gewinnklasse8 – 2.296.000x..................10,05 € = 23.073.296,4 €

    Das heißt: auf einen erzielten und abgeholten bzw. nicht abgeholten Gewinn in der Klasse1 – genannt Jackpot, kommen im Schnitt alleine in der Gewinnklasse8: 2,296 Mio. erzielte und abgeholte bzw. nicht abgeholte Gewinne. Bei 10,05 € für 3Richtige im Schnitt ergibt sich daraus ein Betrag von 23.073.296,4 €!!!
    Dividiert man diese Summe durch 9 (Anzahl der 6 Richtigen in unserer Auflistung), kommen 2.563.699,6 € als Ergebnis raus!!! Alleine bei 3Richtigen. Rechnet man die Gewinnklassen 3 bis 8 zusammen, ergibt sich daraus ein Betrag von 4.777.803,8 €!!!

    Also, statistisch betrachtet, auf einen Lottospieler, der nicht merkt, dass er 6 Richtige traf, kommt eine Geldsumme aus nicht abgeholten Gewinnen der niedrigeren Gewinnränge von 4.777.803,8 €. Bevor ein Jackpot "vergessen" wird: 47.195.379 €!!!

    Wie viel "Kleingeld" haben die Lottospieler 2010 vergessen abzuholen? 300 T €?

    4,7 Mio. geteilt durch 300 T jährlich = 15,6 Jahre
    47 Mio. geteilt durch 300 T jährlich = 156 Jahre

    Wo wurde der Lottojackpot am 7.8.2010 getroffen und nicht abgeholt? In Bayern?
    Wo ist der 2,1 Mio. € hohe Gewinn bei der Glücksspirale im Januar 2010 erzielt und nicht abgeholt worden? In Bayern?
    Wo traf man dieselben 2,1 Mio. € gleich doppelt ? In Bayern?
    Wo wurde 2009 der Lottojackpot von über 31 Mio. € gleich zweimal (1x bei Lotto+ 1x bei Tipp24) getroffen? In Bayern?

    Lotto Bayern scheint vom Glück geradezu verfolgt zu werden.

    Die paar Zahlen, die im Zusammenhang mit der Pressemeldung über nicht abgeholte Lottogewinne genannt werden mussten, zeigen deutlich, dass Lottospieler keinesfalls "bereit" sind den Glücksspielveranstaltern 5-10 Millionen € jährlich einfach so zu schenken. Im Gegenteil, die ca. 300T € sind ein Beweis dafür, dass man die Spielquittungen sorgfältig prüft.

    Wo kommen die Millionen für Sonderauslosungen dann her? Weiß der Kuckuck woher?
    Zur Erinnerung:

    2010 – 29. Sept. - 2. Okt.: 7x ! Mio. €; 1-4 Dez. 7x Mercedes SLS, 111x C-200 T-Modell.
    2009 – 23-26 Sept. : 7x 1 Mio. €; 2 -5 Dez. 11x Mercedes S400, 111x Opel Insignia.
    2008 – 3-6 Dez. 22x Mercedes E-200 NGT, 1777x VW Golf IV.
    2007 – 5-8 Dez. 66x Mercedes C-220 CDI, 111x Audi A4 Attraction 2.0 TDI...u.s.w...

    Meines Wissens werden die Sonderauslosungen aus nicht abgeholten Gewinnen und dem "Restgeld", welches beim Berechnen der Gewinnquoten – auf runde 10 Cent, entsteht, finanziert. Allerdings, wenn das Auf- und Abrunden korrekt durchgeführt wird, dann bleibt nach über 100 Ziehungen im Jahr auch nicht viel Geld übrig da, weil eventuelle Unterschiede sich normalerweise ausgleichen.

    In Wirklichkeit ist die Chance bzw. Gefahr, dass ein Spieler einen "Fünfer", 5 Richtige + Zz, 6 Richtige oder gar den Jackpot nicht abholt, noch geringer als die statistische Berechnung. Warum? Teilen wir die nicht abgeholten Gewinne einfach in zwei Gruppen auf. Eine mit Spielquittungen, die aus vielerlei Gründen überhaupt nicht geprüft wurden und eine zweite mit Spielquittungen, die zwar geprüft aber die Gewinne übersehen wurden. Einen "Dreier" kann man durchaus "übersehen". Bei einem "Vierer" sinkt die Wahrscheinlichkeit darauf um das Vierfache. Bei einem "Fünfer" oder 6 Richtigen ist es nahezu ausgeschlossen, dass man nicht imstande wäre wenigstens 3 Richtige zu merken.

    Es bleibt noch die Frage: Warum um Gotteswillen, gibt dann der DLTB diese sensiblen Daten zur Veröffentlichung raus? Weiß ich auch nicht so genau. Ich habe versucht verschiedene Stellen im Internet mit dieser Meldung zu finden und stellte fest, dass die ursprüngliche Fassung eine Zusatz-Information beinhaltet – Zitat:

    "...Nicht nur in Deutschland lassen sich Glücksspiel-Gewinner Traumsummen durch die Lappen gehen, auch in England werden derzeit neun anonyme Millionäre gesucht, die nichts von ihrem Coup wissen – oder nichts davon wissen wollen..."
    (Quelle:news.yahoo.deutschland: http://de.news.yahoo.com/34/20101221...u-6ae0455.html )

    Damit will der Deutsche Lotto- und Totoblock höchstwahrscheinlich sagen:

    "Das, was wir mit dem Lottospiel veranstalten, hat mit dem Zufall zwar nichts zu tun, aber die anderen sind auch nicht viel besser!"

    Na dann, wir freuen uns auf die nächste manipulierte Lotterie "Made in Germany" – den EuroJackpot!!! Die Dänen, Finnen, Schweden etc. bestimmt auch!

    .

  10. #10
    Vasco Gast

    Standard

    Besonders beeindruckend ist die Bauernschläue mit der Lotto die Millionen für Sachpreise "gesammelt" hat.
    Über die nicht abgeholten 2,1 Mio. im Januar 2010 bei der Glücksspirale, sind die Medien ein halbes Jahr lang mit Pressemeldungen von Lotto Bayern versorgt worden. Gleich danach kamen die Schlagzeilen wegen der doppelten "Sofortrente" von 4,2 Mio. € in München.
    Den Lotto-Millionär aus Köln/Bonn suchte WestLotto medienwirksam "bundesweit" mit Plakaten. Gleichzeitig lag in Saarland ein nicht abgeholter Jackpot von 10,5 Mio. €.
    Und über den 3,5 Mio. € hohen Lottogewinn in Bayern, der im Sommer getroffen wurde und tatsächlich verfiel, haben wir erst im Dezember zufällig erfahren. Ganz nach dem Motto:

    "Lotto kann doch nicht jedem Millionär hinterher laufen, der seinen dicken Gewinn nicht abholen will/kann/darf!"

    Angesichts der berechtigten Befürchtung, dass der DLTB millionenhohe Gewinne nach Belieben "generieren" und selbst entscheiden kann, ob dieses Geld ausgezahlt wird (an wen auch immer) oder im Unternehmen bleibt, drängt sich erneut die Frage auf: Was hat das mit Glücksspiel noch zu tun?

    Und weil trotz alldem die negativen Zuwächse bei Einnahmen von Lotto nicht gestoppt werden konnten, wird die Gefahr: "Dass der EuroJackpot kommt, steht außer Frage", immer wahrscheinlicher.

    Ein Jackpot von geplanten 90 000 000 Euro schaltet bestimmte Hirn-Areale automatisch ab und wird dafür sorgen, dass Zusatzeinnahmen wolkenbruchartig flieeeßen.

    Und was wird mit den signifikanten Gewinnen bei EuroJackpot passieren? Weiß ich nicht. Vielleicht werden sie wie Bundesverdienstkreuze einfach nach Parteiproporz verteilt.

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