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Thema: Lottogewinn als (Lebens)Ziel

  1. #1
    DonutBoy Gast

    Standard Lottogewinn als (Lebens)Ziel

    Hallo Leute,
    ich habe ein etwas ernsteres Anliegen.

    Ein Bekannter von mir (55 Jahre ) spielt regelmäßig trotz finanzieller Nöten Lotto (und Keno) und gibt regelmäßig Geld dafür aus, das eigentlich für die Haushaltskasse seiner Familie bestimmt ist. Er sieht keine andere Möglichkeit aus der (schon sehr lang anhaltenden) finanziellen Krise herauszukommen, außer in einem hohen Lottogewinn. Er ist außerdem fest davon überzeugt, dass dieser Gewinn eintreten wird. In den letzten Jahr(zehnt)en in denen er regelmäßig spielte, gewann er zwar kleine und auch ab und zu größere Beträge, diese stehen jedoch in keinem Verhältnis zu den Ausgaben, die er hatte.

    Wie seht ihr das? Was muss man so jemandem am besten sagen? Ich bitte um eure Meinungen.

    Vielen Dank.

  2. #2
    Tobbse Gast

    Standard

    Hi, DonutBoy

    ob man bei deinem Bekannten schon von Spielsucht reden kann, kann ich nicht beurteilen. Das sollten dementsprechende Fachleute tun.

    Ich weiss jetzt nicht ob vielleicht helfen mag, aber rechne ihm doch mal ganz banal vor, was er die letzten Jahre ausgegeben hat und was eingenommen. Das man ihm diese Zahl mal vor Augen hält. Er wird es zwar wissen, aber schwarz auf weiss sieht vieles anders aus.

    Da dein Bekannter laut deiner Angabe 55 Jahre alt ist, gehe ich jetzt einmal davon aus, daß die Kinder, wenn vorhanden, etwas größer oder sogar schon aus dem Haus sind.
    Und im Regelfall sind die Frauen, auf Grund einer mittlerweile wieder aufgenommenen Tätigkeit, auch wieder unabhängiger.
    Vielleicht solltest Du ihm näher bringen, daß er nicht der erste wäre, der wegen seiner evtl. Spielsucht verlassen wird. Jetzt bitte nicht falsch verstehen, aber gerade heutzutage wird da schneller gehandelt.
    Und er wäre sicherlich auch nicht der Erste, der Haus und Hof verspielt.

    Also mein Vorschlag wäre, wenn Ihr einen guten Draht zu einander habt. Den solltest Du haben, sonst war es dein Bekannter
    Ein Gang zu einem auf Spielsucht spezialisierten Therapeuten. Dieser sollte mal die Lage näher erkunden und beurteilen. Er wird ihm die Augen wohl öffnen können. Das größte Problem bei der Suchterkennung ist nämlich, die Sucht erst mal zu erkennen. Klingt vielleicht bescheuert, dürfte es aber so ganz gut treffen.

    In diesem Sinne, Kopf hoch

    Gruß, Tobbse

  3. #3
    joblack Gast

    Standard

    Zitat Zitat von DonutBoy
    Hallo Leute,
    ich habe ein etwas ernsteres Anliegen.

    Ein Bekannter von mir (55 Jahre ) spielt regelmäßig trotz finanzieller Nöten Lotto (und Keno) und gibt regelmäßig Geld dafür aus, das eigentlich für die Haushaltskasse seiner Familie bestimmt ist. Er sieht keine andere Möglichkeit aus der (schon sehr lang anhaltenden) finanziellen Krise herauszukommen, außer in einem hohen Lottogewinn. Er ist außerdem fest davon überzeugt, dass dieser Gewinn eintreten wird. In den letzten Jahr(zehnt)en in denen er regelmäßig spielte, gewann er zwar kleine und auch ab und zu größere Beträge, diese stehen jedoch in keinem Verhältnis zu den Ausgaben, die er hatte.

    Wie seht ihr das? Was muss man so jemandem am besten sagen? Ich bitte um eure Meinungen.

    Vielen Dank.
    Naja falls er finanziell nicht mehr herauskommt sollte er Privatinsolvenz anmelden (Schuldnerberatungen können helfen). Zum Lottospielen sei gesagt dass er sich ein Limit setzen sollte (z.B. nicht mehr als 10 - 20 Euro die Woche).

    Zu den anderen psychologischen Gründen - wen er das nicht ändern will kannst Du nix machen.

  4. #4
    joblack Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Tobbse
    Ein Gang zu einem auf Spielsucht spezialisierten Therapeuten. Dieser sollte mal die Lage näher erkunden und beurteilen. Er wird ihm die Augen wohl öffnen können. Das größte Problem bei der Suchterkennung ist nämlich, die Sucht erst mal zu erkennen. Klingt vielleicht bescheuert, dürfte es aber so ganz gut treffen.
    Spielsucht kommt wie fast alle anderen nichtkörperlich abhängigmachenden Süchte durch den falschen Umgang mit Angst. Wenn Du Angst ohne Nachzudenken einfach wirken lässt kommen solche Dinge wie Kaufsucht, Spielsucht, Esssucht, Sexsucht, Alkoholismus, Arbeitssucht ... heraus.

    Zeige ihm wie man mit Angst konstruktiv umgeht und das Problem dürfte sich lösen.

  5. #5
    totoloto Gast

    Standard

    Wenn es wirklich Spielsucht ist kann das gefährlich sein. Er soll sich wenn er mal "nüchtern" ist, bei seinem Lottoscheinverkäufer sperren lassen. Dann darf ihm dieser keine Scheine mehr verkaufen, wenn er mal rückfällig wird.

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