Wie wahrscheinlich ist ein Sechser im Lotto?
Ob Geburtstage oder Glückszahlen – auf der Jagd nach dem Jackpot werden durchdachte Zahlenkombinationen auf dem Lottoschein angekreuzt. Das erhöht allerdings nicht die Gewinnchancen.
Bestimmte Zahlen werden auf dem Lottoschein öfter angekreuzt als andere
„Jede getippte Zahlenreihe hat die gleiche Chance auf einen Sechser“, sagt Karl Bosch, Professor für Mathematik und Statistik in Stuttgart. Die ist ungefähr eins zu 14 Millionen. Soll es zusätzlich noch die richtige Superzahl sein, sinkt die Wahrscheinlichkeit auf etwa eins zu 140 Millionen.
7,78 Millionen abgegebene Tippscheine wertete Bosch für ein Forschungsprojekt in Baden-Württemberg aus. Sein Fazit: „Man kann nicht gegen den Zufall spielen.“ Allerdings lohne es sich sehr wohl, gegen den Trend zu tippen. Denn viele Spieler kreuzen die gleichen oder sehr ähnliche Zahlenreihen an. „Unter den 7,78 Millionen analysierten Tippreihen befanden sich nur 4,5 Millionen unterschiedliche Kombinationen“, sagt der Mathematiker. Manche Zahlenreihen wurden also gar nicht getippt, andere nur sehr selten. Und je häufiger eine Kombination auch von anderen Tippern angekreuzt wird, auf desto mehr Köpfe verteilt sich der mögliche Gewinn.
In jedem steckt ein Rechengenie
Kunst auf dem Lottoschein bringt kein Geld
Die Renner unter den Zahlenkombinationen war 1, 9, 17, 25, 33, 41 – was auf dem Lottoschein der Diagonalreihe von links oben nach rechts unten entspricht. 8700-mal über dem Durchschnitt wurden diese Zahlen zusammen getippt. Auch andere geometrische Formen wie Horizontal- und Vertikalreihen, Rechtecke sowie buchstabenähnliche Muster standen hoch im Kurs. „Wer im Lotto seinen Gewinn nicht teilen möchte, sollte also auf alles verzichten, was auf dem Lottoschein schön aussieht“, rät Bosch.
19 ist die beliebteste Zahl
Das Gleiche gilt für Geburtstags- und andere Jubiläumszahlen. Vor allem wenn die Zahl 19 dabei ist, winkt nur selten der erhoffte Geldsegen. Denn sie steht für das Geburtstagsjahrhundert und ist Bosch zufolge die mit Abstand beliebteste Zahl. „Wird die 19 gezogen und ist dann noch eine Monatszahl von 1 bis 12 dabei, sind die Quoten grundsätzlich im Keller“, erläutert der Statistiker.
Allerdings habe es mit der 19 auch schon sehr hohe Quoten gegeben. In diesem Fall begannen die Lottofüchse ihre Tippreihen mit der 19 als der niedrigsten Zahl. Damit handelte es sich um keine klassische Geburtstagsreihe, die Gewinnausschüttung war groß.
sr/ddp
http://www.focus.de/wissen/wissensch...aid_66448.html


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