Noch in diesem Jahr wird das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe über die beantragte Aufhebung des staatlichen Wettmonopols entscheiden. DFL und DFB wollen ab der Saison 2006/2007 eine Fußball-Wette organisieren.
Eine Entscheidung über eine mögliche eigene Sportwette der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) rückt näher. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wird noch in diesem Jahr über die beantragte Aufhebung des staatlichen Wettmonopols entscheiden. "Der genaue Zeitpunkt ist nicht definitiv planbar, aber wir rechnen damit, dass noch in diesem Sommer ein Urteil gefällt wird. Ob das vor oder nach der Sommerpause im August sein wird, ist derzeit noch nicht planbar. Das hängt auch von der Eilbedürftigkeit anderer Fälle ab", erklärte Dietlind Weiland, Pressesprecherin des Bundesverfassungsgericht, auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes (sid).
Die DFL und der DFB wollen auf dem Außerordentlichen DFB-Bundestag am Donnerstag in Mainz mit einer konzertierten Aktion den Weg für eine eigene Sportwette ebnen. Davon versprechen sich Liga und Verband neben zusätzlichen Einnahmen in Millionenhöhe im Zuge des Wett- und Manipulationsskandals auch eine bessere Kontrollfunktion auf dem derzeit noch unübersichtlichen Markt.
"Wir wollen ab der Saison 2006/2007 mit einer eigenen Fußball-Wette auf den Markt", erklärte Liga-Präsident Werner Hackmann, der davon ausgeht, dass das Bundesverfassungsgericht das staatliche Wettmonopol zu Beginn der kommenden Saison aufheben wird. Insgesamt wird der Wettmarkt-Umsatz in Deutschland jährlich auf mehr als drei Millionen Euro taxiert.
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