FLUXX wächst im ersten Halbjahr 2005 um 37 Prozent


- Halbjahres-EBITDA steigt um 497 Prozent auf 2,9 Mio. €

- Netto Cash-Bestand erhöht sich nach Kapitalerhöhung auf 28,3 Mio. €

- Bestellung von 1.000 Terminals für Direkt-Lotto-Projekt



Altenholz, 10. August 2005 – Die im SDAX notierte FLUXX AG (ISIN DE0005763502), Spezialist für die Vermittlung von Lotto und Wetten, veröffentlicht heute ihren Bericht über das erste Halbjahr und das zweite Quartal 2005. Demnach ist der konsolidierte Bruttokonzernumsatz im zweiten Quartal 2005 um 27 Prozent von 21,0 Mio. € auf 26,8 Mio. € angestiegen. Die über die eigenen Angebote und die Partnerplattformen vermittelen Lotto- und Wetteinsätze stiegen im selben Zeitraum von 16,7 Mio. € um 25 Prozent auf 20,8 Mio. € an. Die Nettoumsatzerlöse, die im Wesentlichen aus den Spieleinsätzen resultierende Provisionen und Handlinggebühren beinhalten, stiegen überproportional um 38 Prozent von 4,3 Mio. € im zweiten Quartal 2004 auf 6,0 Mio. € im zweiten Quartal 2005.



Im Halbjahresvergleich konnte der Bruttoumsatz von 41,5 Mio. € um 25 Prozent auf 52,1 Mio. € erhöht werden. Die Spieleinsätze stiegen um 23 Prozent von 33,4 Mio. € auf 40,9 Mio. € an. Der Nettoumsatz ist von 8,2 Mio. € im ersten Halbjahr 2004 um 37 Prozent auf 11,2 Mio. € im ersten Halbjahr 2005 angestiegen.



Erhöhte Aufwendungen durch Start von Direkt-Lotto



Die operativen Kosten vor Abschreibungen sind im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich unterproportional zum Umsatz um 9,5 Prozent gestiegen. Dies unterstreicht erneut die hohe Skalierbarkeit des Geschäftsmodells der FLUXX Gruppe. Wesentliche Aufwandsposition sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die gegenüber dem zweiten Quartal 2004 um 12 Prozent von 2,8 Mio. € auf 3,1 Mio. € angestiegen sind. Gegenüber dem ersten Quartal 2005 sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 25 Prozent gestiegen, was zum einen darauf zurückzuführen ist, dass im zweiten Quartal eines Jahres saisonbedingt höhere Kosten für Investor Relations anfallen, insbesondere für die Hauptversammlung und die Produktion des Geschäftsberichts. Zum anderen sind im zweiten Quartal erste Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Aufbau des Projekts „Lotto spielen im Einzelhandel“ (Direkt-Lotto) und erhöhte Marketingkosten zur Neukundengewinnung bei der FLUXX-Tochter JAXX entstanden.



Im Halbjahresvergleich sind die operativen Kosten ebenfalls deutlich unterproportional um 7 Prozent gestiegen, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 5,2 Mio. € um 8 Prozent auf 5,6 Mio. € erhöht.



Quartals-EBITDA fast versiebenfacht



Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist im zweiten Quartal weiterhin deutlich gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresquartal konnte das EBITDA fast versiebenfacht werden, es stieg von 228 T€ im zweiten Quartal 2005 um 586 Prozent auf 1.565 T€. Im ersten Halbjahr verzeichnete FLUXX ein EBITDA-Wachstum von 497 Prozent. Das EBITDA stieg von 488 T€ auf 2.912 T€ und übertrifft somit bereits nach sechs Monaten das gesamte Vorjahres-EBITDA von 2.409 T€. Die EBITDA-Marge stieg von 6 Prozent auf 26 Prozent.



Demgegenüber stehen jedoch auch deutlich erhöhte Abschreibungen, die zum Großteil aus den nach IAS 38 aktivierten Lotto-Tippgemeinschaftsverträgen resultieren. Die Abschreibungen erhöhten sich vom zweiten Quartal 2004 von 208 T€ auf 1.032 T€ im zweiten Quartal 2005. Im ersten Quartal 2005 lagen die Abschreibungen bei 930 T€. Im Halbjahresvergleich erhöhten sich die Abschreibungen von 408 T€ in 2004 auf 1.962 T€ in 2005.



Trotz der erhöhten Abschreibungen hat sich aufgrund des hohen Umsatzniveaus des zweiten Quartals das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) weiter deutlich verbessert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist das EBIT im zweiten Quartal 2005 von 20 T€ auf 533 T€ gestiegen. Im ersten Quartal 2005 lag das EBIT bei 417 T€. Im Halbjahresvergleich konnte das EBIT von 80 T€ im ersten Halbjahr 2004 auf 950 T€ im ersten Halbjahr 2005 verbessert werden.



Halbjahresergebnis steigt auf 540 T€


Das Ergebnis des zweiten Quartals wurde beeinflusst durch die Reduzierung des Körperschaftsteuersatzes in Österreich, aus der ein zusätzlicher Steueraufwand durch die Neubewertung der aktiven latenten Steuern bei der österreichischen Tochter Interjockey in Höhe von 290 T€ resultiert. Dennoch konnte das Konzernergebnis im Quartalsvergleich von 1 T€ auf 178 T€ verbessert werden, das Ergebnis je Aktie stieg von 0,00 € auf 0,015 €. Im Halbjahresvergleich stieg das Ergebnis von 99 T€ auf 540 T€, das EjA von 0,01 € auf 0,05 €.



Kapitalerhöhung stärkt Liquidität und Eigenkapital



Im Zuge der Kapitalerhöhung im Juni sowie der Ausübung von Mitarbeiteroptionen sind der Gesellschaft Mittel in Höhe von netto 24,6 Mio. € zugeflossen. Im Zuge der Investitionen in Spielgemeinschaftsverträge sowie des Direkt Lotto-Projektes haben sich die Ausgaben für Investitionen im ersten Halbjahr deutlich erhöht und belaufen sich auf 2,1 Mio. €. Durch den Abbau von Verbindlichkeiten und den vorübergehenden Aufbau von Forderungen beläuft sich der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit auf -0,5 Mio. €. Der Finanzmittelbestand (Netto Cash) lag am 30. Juni 2005 bei 28,3 Mio. €.



Die Kapitalmaßnahmen haben zu einer Erhöhung des Eigenkapitals der FLUXX AG auf nunmehr 46,2 Mio. € geführt. Die Eigenkapitalquote ist auf 87 Prozent angestiegen.


Ausblick

Die nächsten Monate werden stark von den neuen Themen Direkt-Lotto und Sportwetten geprägt sein. Mit der Bestellung von zunächst 1.000 Terminals beabsichtigt das Management, die Filialen der Vertragspartner EDEKA, OIL! und Fotopoint so bald wie möglich an das Direkt-Lotto-System anzubinden. Ziel ist es, die somit zur Verfügung stehenden Systeme innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate in Betrieb zu nehmen. Erste Umsätze dürften somit im vierten Quartal 2005 realisiert werden können. Demgegenüber stehen bereits ab dem dritten Quartal erhöhte Investitionen in den Aufbau der Infrastruktur und die Installation der Terminals. Hierbei beabsichtigt FLUXX die Zusammenarbeit mit einem Logistikdienstleister, der für die Installation, Wartung und Betreuung der Systeme zuständig ist.



Derzeit führt FLUXX mit einer Reihe von weiteren potenziellen Kooperationspartnern, überwiegend aus dem Lebensmitteleinzelhandel, Verhandlungen über eine Zusammenarbeit im Direkt-Lotto. Es ist damit zu rechnen, dass noch in diesem Jahr weitere Verträge unterzeichnet werden. Um dem erhöhten Aufwand durch die Gewinnung und Betreuung neuer Vertriebspartner Rechnung zu tragen, soll zunächst innerhalb der AG eine eigene Vertriebseinheit für Direkt-Lotto aufgebaut werden. Auch hier werden im dritten Quartal zunächst höheren Kosten noch keine nennenswerten Erlösbeiträge gegenüber stehen.



Im Bereich der Sportwetten beabsichtigt FLUXX, sich an dem angekündigten Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts zur Rechtmäßigkeit der Vermittlung von im Ausland lizenzierter Sportwettenangebote zu orientieren. Allerdings ist mit einer endgültigen Entscheidung nicht mehr in diesem Jahr zu rechnen. Ungeachtet der nationalen Rahmenbedingungen ist für FLUXX eine baldmögliche Positionierung im europäischen Wettbewerbsumfeld von entscheidender strategischer Bedeutung. Daher hat FLUXX bereits auf der Basis der bestehenden Plattform ein Sportwettenangebot entwickelt, das sich kurzfristig in den Markt einführen lässt, um zumindest außerhalb Deutschlands auf Grundlage der bestehenden europäischen Lizenzen ein wettbewerbsfähiges Angebot zu entfalten.



Im Kernsegment ist weiterhin mit einem Umsatzwachstum von gut 30 Prozent zu rechnen, bei einer anhaltend stabilen Kostenbasis. Neben der Einführung neuer Produkte wie KENO bei den gewerblichen Angeboten von JAXX, AOL und freenet, steht FLUXX derzeit auch in Verhandlung mit neuen potenziellen Vertriebspartnern für die Onlinevermittlung von Lotto und Pferdewetten. Ob noch in diesem Jahr erfolgreiche Vertragsabschlüsse erzielt werden können, hängt im Wesentlichen von den finalen Vertragsverhandlungen ab.



Der vollständige Halbjahresbericht 2005 wird heute auf den Internetseiten www.deutsche-boerse.com und www.fluxx.com zum Download zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen:

FLUXX AG
Investor Relations & Corporate Communications
Stefan Zenker
Tel.: (040) 85 37 88 – 47
Mail: stefan.zenker@fluxx.com

Über FLUXX:
FLUXX ist ein auf die Vermittlung von Lotto und Wetten spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Altenholz bei Kiel. Die für den Betrieb erforderlichen Rechte und Lizenzen sowie das technische und marktrelevante Know how versetzen FLUXX in die Lage, jede Form von lizenziertem Glücksspiel über unterschiedliche Vertriebswege vom Endkunden zu den staatlichen Lotterie- und Wettanbietern zu vermitteln. Neben den eigenvermarkteten Angeboten jaxx.de, interjockey.com und Telewette stellt FLUXX seine Produkte und Dienstleistungen auch anderen Unternehmen und Organisationen zur Verfügung, die über umfangreiche Endkundenbeziehungen verfügen. Hierzu zählen die Online-Dienste AOL und freenet.de, die Internet-Portale WEB.DE und Lycos oder die Lottogesellschaften der Bundesländer Schleswig-Holstein, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die FLUXX AG ist seit September 1999 an der Deutschen Börse notiert (ISIN DE0005763502), seit März 2005 im SDAX geführt und beschäftigt derzeit an den Standorten Altenholz, Hamburg und Lustenau (Österreich) 95 Mitarbeiter.