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Bwin fährt Achterbahn
Die Aktie des Wett- und Glücksspielanbieters Bwin hat sich am Dienstag sehr volatil gezeigt. Die Investoren mussten die Quartalszahlen verdauen: Zwar stieg der Gewinn kräftig – die eingeschlagene Strategie könnte aber riskant sein. Quelle: dpa vergrößernBwin-Bandenwerbung Der Sportwetten- und Glücksspielanbieter aus Österreich reduziert nämlich seine Marketingausgaben drastisch. Experten fürchten, dies könne auf längere Sicht die Basis für weiteres Wachstum beeinträchtigen. Börsianer taten sich ebenfalls schwer, die Zahlen einzuordnen. Der Titel musste frühe Gewinne von mehr als drei Prozent abgeben und notierte zeitweise mit einem Kursverlust von deutlich über drei Prozent – allerdings war die Aktie bereits im Montagshandel um sechs Prozent hochgeschnellt. Der eingeschlagene Strategiewechsel zahlte sich im ersten Quartal zunächst einmal aus. Nach einem Geschäftsjahr mit tiefroten Zahlen startete die Gesellschaft mit einem Nachsteuerergebnis von 9,9 Millionen Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum erwirtschafte Bwin nur 1,5 Millionen. Deutliche Zuwächse gab es auch bei den so genannten Brutto-Gaming-Erträgen: Die Wetteinsätze abzüglich der Wettgewinne kletterten von Januar bis März um ein Viertel auf 89,4 Millionen Euro. Bwin sieht sich als Nummer 1 Die Zahl der aktiven Kunden kletterte im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar um knapp elf Prozent auf 729.000. Gegenüber dem Weihnachtsquartal 2006 entsprach dies jedoch einem Rückgang um sechs Prozent. Das Unternehmen, das sich nach seinem Rückzug aus den USA auf das Kerngeschäft mit Sportwetten und Poker in den bereits etablierten Märkten in Europa konzentrieren will, sieht sich auf Kurs. Man habe die vor zwei Quartalen angekündigte Neuausrichtung "erfolgreich eingeleitet", hieß es. "Im abgelaufenen Q1 2007 erreichte Bwin erstmals sowohl bei der Anzahl der aktiven Kunden als auch bei den Brutto- und Netto-Gaming-Erträgen das seit 2004 kommunizierte Ziel, die Nummer 1 weltweit zu werden", teilte die Gesellschaft mit Sitz in Wien mit. Keine Prognose Wie sich der eingeschlagene Weg im Jahresergebnis widerspiegeln dürfte, erfuhren die Investoren allerdings nicht. Bwin blieb seinen Aktionären eine Jahresprognose schuldig. Man befände sich in Übernahmegesprächen mit dem britischen Konkurrenten Sportingbet und könne vor der geplanten Übernahme keine Auskünfte geben. tf http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_229068 |