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Staatslotto erwartet Umsatzausfall
[Von ftd.de, 06:51, 08.11.06] Das staatliche Lotto erwartet Umsatzeinbußen, nachdem die Mehrzahl der 16 Landesgesellschaften keine Tippscheine mehr online annimmt. "Die Internetaffinität ist ausgeprägt - einige Kunden werden nicht den Weg in die Annahmestellen gehen", sagte eine Sprecherin der Lottogesellschaft in Brandenburg. Auch in Bayern hieß es, man werde nicht alle Onlinekunden binden können. Private Gesellschaften wittern nun ein Neugeschäft. Die Landesgesellschaften unter dem Dach des Deutschen Lotto- und Totoblocks (DLTB) nahmen im vorigen Jahr 183 Mio. Euro online ein - gut zwei Prozent der 8,1 Mrd. Euro Umsatz. 13 Gesellschaften nehmen ab jetzt keine Tipps mehr online an. Sie reagierten damit auf eine ultimative Forderung des Bundeskartellamts. Danach mussten sie das Tippen per Internet bis Dienstagnacht bundesweit ermöglichen. Schleswig-Holstein und Niedersachsen beugten sich dem, NRW prüfte die Rechtslage noch. Bisher mussten Onlinekunden den Wohnort angeben und durften nur bei ihrer jeweiligen Landesgesellschaft tippen. Das Kartellamt sieht darin eine unzulässige Aufteilung des Marktes und drohte mit 1 Mio. Euro Zwangsgeld. Das Glücksspiel ist Staatsmonopol. Neben den Landesgesellschaften gibt es aber private Anbieter, die als Vertreiber der staatlichen Produkte fungieren. Für sie ist die Onlinesperre der meisten DLTB-Gesellschaften ein zweischneidiges Schwert. Einerseits dachten am Dienstag viele Kunden, das Onlinewetten sei unmöglich geworden. "Wir sind jetzt in erster Linie dabei, unsere Kunden zu informieren, dass es bei uns ohne Einschränkungen weitergeht", sagte Jens Schumann, Vorstand beim Marktführer Tipp24. Andererseits können die privaten Anbieter darauf hoffen, Kunden vom Staatslotto abzuziehen. Der Anbieter Fluxx kündigte an, nun die Werbung im Internet zu verstärken. "Wir werden die Marketingaufwand deutlich erhöhen", sagte ein Sprecher. Das Geld soll aus anderen Budgets umgeschichtet werden. Investoren bewerteten die Chancen auf ein Zusatzgeschäft für die Privaten allerdings zurückhaltend: Die Fluxx-Aktie verharrte auf dem Vortagesniveau von 3,70 Euro, Papiere von Tipp24 gaben anfängliche Gewinne wieder ab und notierten am Nachmittag mit 0,6 Prozent im Minus bei 14,82 Euro. Die DLTB-Einnahmen kommen zu 60 Prozent aus dem Spiel "6 aus 49", den Rest bringen Spielformen wie Spiel 77 oder Glücksspirale. Die Privatanbieter zahlen einiges im Kampf für die Liberalisierung. Fluxx hatte am Montag einen Verlust für 2006 angekündigt und als einen Grund neue Budgets "bis zu 1 Mio. Euro" für eine Kampagne gegen das staatliche Monopol genannt. Tipp24 spricht von einer sechsstelligen Summe für Lobbyarbeit. Alle Rechte vorbehalten. © FTD |
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Staatslotto ist wie die GEZ eine Gelddruckmaschine!
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Meine Rentenversicherung ist der Lottoschein |