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Alt 22.10.2006, 19:33
zeitungsjunge zeitungsjunge ist offline
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Standard Weitere Strategien zur Gewinnmaximierung

Weitere Strategien zur Gewinnmaximierung

Posted in Rechtliches von Feda Mecan am 19. Oct. 2006
Wie heute in Bad Pyrmont bestätigt haben sich die Ministerpräsidenten auf einen neuen Staatsvertrag geeinigt. Bei der kurzen Presseerklärung von Christian Wulf wurden genau die Dinge deutlich, die wir bereits vor Tagen oder Wochen gesagt haben.

Zu Einem wurden die „Zweifler“ scheinbar überzeugt, vermutlich mit der Begründung, dass man sich Zeit schaffen müsse um ein Konzessionsmodell auszuarbeiten. Zum Anderen wird der Vertrag perfekt an die Strategie der Gewinnmaximierung angepasst. Es sollen private Vermittler behindert werden damit sich der Staat nicht nur einen Grundbetrag sichern kann, sondern viel mehr den kompletten Weg vom Produkt bis zum Endkunden für sich beanspruchen kann.

So soll „insbesondere Werbung im Internet und Fernsehen“ eingeschränkt werden teilte Wulf mit. Welch ein Zufall ist es doch, dass es ausgerechnet diese Wege sind, die die privaten Vermittler der staatlichen Lotterien wählen. Selbstverständlich soll vor allem auch die Werbung per Briefsendung und Telefonkontakt verboten werden, schließlich werden damit auch die letzten Vermittler in den Ruin getrieben und der ganze Topf bleibt beim Staat. Um das ganze sympathisch für sich zu machen, sagte Herr Wulf dass es „keine lästigen Telefonanrufe mehr geben wird“. Dies mag zwar sehr nett sein, denn auch wir sind nicht gerade erfreut wenn wir an einem freien Tag morgens geweckt werden, jedoch ist die gesamte Aussage, die Herr Wulf mit einem Lächeln abgab (scheinbar war vor allem das Verbot von Telefonwerbung ein Punkt, bei dem Herr Wulf auf große Sympathien des Volkes hoffte, denn da wurde sein Lächeln wesentlich deutlicher) in Wirklichkeit nichts anderes als die Bekanntgabe eines Gewinnsicherung, ja sogar Maximierung seitens des Staates. Gleichzeitig wird dieses Lächeln mit der Zerstörung von mehreren Tausend Arbeitsplätzen und ganzen Unternehmen. So sollen allein bei den Vermittlern um die 15.000 Jobs unmittelbar in Gefahr sein, wenn der Staat weiterhin auf sein Monopol besteht. Hierbei rechnen wir keinen einzigen Arbeitsplatz, der durch private Wettvermittler entstanden ist, es handelt sich einzig und allein um Arbeitsplätze, die bis jetzt unbestritten in einem legalen Segment aufgebaut wurden von Firmen wie Faber, Tipp24, Lottobay, Fluxx uvm.

Zu keinem Zeitpunkt kündigte Herr Wulf an, dass etwa der Lotto-Jackpot abgeschafft werden müsste oder dass vielleicht die Werbung in den Schaufenstern der Lotto und Totoannahmestellen abgeschafft wird oder dass die Politik endlich dem Jugendschutz dienlich ist und den Zugang zu den Lotto und Totoannahmestellen für Minderjährige unterbindet, damit diese nicht mit Spielanimationen überflutet werden.


Quelle: http://www.sportwetten-magazin.de/
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